So titelt der BR in seinem Beitrag am 03.09.1962 über die Anfänge des Tauchens auf Elba in der Barbarossabucht, dem Ziel unserer diesjährigen Vereinsfahrt. Auch wenn unser dienstältester Mitreisender Ricardo damals noch ein Kind war: Er wird mir sicherlich zustimmen, dass sich diese Pionierarbeit des Tauchens mehr als gelohnt hat. Die Idee und Organisation dieser Fahrt verdanken wir unserem Mitglied Maik, Annis heißem Tipp sowie Maiks Vater Andy. Die erste Vereinsfahrt meines Lebens ging im Jahr 2017 auch schon nach Elba, damals jedoch in die Morcone-Bucht zu Aquanautic Elba. Dieses Mal war unser Ziel jedoch die Basis Omnisub in der Barbarossabucht.
Ein bisschen Angst hatte ich ja schon, bei dieser Fahrt enttäuscht zu werden. Denn in meiner Erinnerung waren die ersten Meerestauchgänge meines Lebens sehr beeindruckend muränen- und fischreich.
Doch weit gefehlt!
Auch wenn ich inzwischen Thailand, Ägypten und die Azoren taucherisch bereist habe, habe ich wirklich gestaunt, welchen Reichtum die Unterwasserwelt zu bieten hat, wenn man sie in Ruhe lässt. Zugegeben, in der Bucht und an vielen Tauchplätzen ist auch hier das Mittelmeer leergefischt, doch rund um das Naturschutzgebiet der benachbarten Insel Pianosa explodiert die Unterwasserwelt förmlich. Und dem kam auf unserer Ausfahrt auch das Wetter zugute. Denn zum Glück war es an diesem Tag nicht besonders sonnig. Zum Glück? Ja, denn bei bedecktem Wetter sind die Fische und Räuber besonders aktiv. So durften wir, die Zweisternler, auf Armeslänge in Schwärmen von von hunderten riesigen Barrakudas und auf Tuchfühlung mit monströsen Zackenbarschen gehen.
Doch auch einige andere, reguläre Tauchplätze rund um Napoleons Exilinsel Elba haben enorm viel zu bieten. Gerti hatte das Glück, das Seepferdchen auf 11,40 m Tiefe für uns zu entdecken und auch auf den Conger in der Höhle am Fuße der Steilwand war Verlass! Muränen gibt es immer noch so viele wie in meiner Erinnerung. Und damit das auch so bleibt, wünsche ich mir mehr Naturschutzgebiete wie auf der ehemaligen Gefängnisinsel Pianosa. Auch wenn das den Fischern sicherlich nicht so gut gefällt wie mir.
Ein großer Dank geht an unsere Ausbilder Maik und Andy, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement verantwortungsvolle, autonome Taucher*innen ausbilden.
Ein großes Lob gebührt auch dem Team der Tauchbasis Omnisub: Mit speziellem Leiterservice für den damenhaften Einstieg und dem Füllen der Flaschen direkt an Bord haben sie dafür gesorgt, dass die Tauchgänge sehr entspannt abliefen.
Stefan
