Apnoetauchen im Dive4Life-Center in Siegburg am 20.06.2026
Mit einer Gruppe erfahrener Tauchfreunde unterwegs zu sein bedeutet oft, dass man sich an Neues heranwagt. Irgendwann gibt es einfach kein „Ich schau nur zu“ mehr – man fährt mit und probiert es selbst aus.
Genau so war es bei mir: Unsere Fahrt nach Siegburg, die mit großer Initiative von Frederic und Armin organisiert wurde, war mein erster richtiger Kontakt mit dem Apnoetauchen in die Tiefe.
Wir haben dafür schon seit mehreren Monaten montags im Schwimmbad trainiert und dabei statische Apnoe und Streckentauchen geübt. Irgendwann kam dann der Moment, an dem ich mich getraut habe, wirklich mitzumachen und mich mit der Tiefe auseinanderzusetzen. Die Bedingungen im Dive4Life-Center waren dafür richtig gut. Dazu kam, dass es ein sehr heißer Tag war – umso schöner war es, dass wir uns über mehrere Stunden im Wasser abkühlen konnten.
Am Anfang war ich trotzdem noch etwas unsicher und ziemlich aufgeregt. Aber die lockere und freundliche Atmosphäre im gesamten Team hat mir schnell ein gutes Gefühl gegeben und meine Entschlossenheit gestärkt. Ein echter Schlüsselmoment für mich war der Druckausgleich ab etwa 10 Metern Tiefe. Vor allem beim Abtauchen am Seil – kopfüber nach unten und auch wieder nach oben – hatte ich echt Schwierigkeiten. In dem Moment habe ich gemerkt, wie anspruchsvoll Apnoetauchen wirklich ist.
Zum Glück hatte ich starke Unterstützung: Tauchlehrer Armin hat alles ruhig und verständlich erklärt, und mit meiner Tauchpartnerin Johanna habe ich mich sehr sicher gefühlt. Das hat mir geholfen, dranzubleiben und nicht aufzugeben.
Wir haben verschiedene Übungen gemacht:
Rettungsaktion eines verunfallten Tauchers aus einer Tiefe von 7 und 10 Metern,
Sicherungsübungen mit dem Partner am Seil ab etwa 10 Metern Tiefe,
40 Meter Apnoe-Streckentauchen in ca. 5 Metern Tiefe,
Zusammen- und Auseinanderschrauben der Messingröhre in 7 Metern Tiefe.
Unsere erfahrenen Taucher der TSGW haben parallel zu uns am Seil trainiert und sind bis zu 20 Meter tief getaucht – das fand ich beeindruckend, denn so etwas beobachtet man wirklich mit großem Respekt.
Am Ende des Tages war ich schon ein bisschen müde, aber trotzdem erfüllt von der Gewissheit, dass ich mehr kann, als ich zuerst gedacht hatte.
Man unterschätzt sich oft selbst, aber mit der richtigen Unterstützung kann man doch über sich hinauswachsen. Insgesamt war es für mich eine richtig schöne Erfahrung, die ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann.
Mit sportlichen Grüßen Eure Tatiana
